Ein zunehmender Teil des Lebens spielt sich heute virtuell ab: im Internet, im Chat, im E-Learning oder im »Second Life«, der annähernd kompletten Lebensform im Cyberspace. Kein klassisches Medium des beruflichen wie privaten Gebrauchs, das nicht zumindest ein digitales Gegenüber besitzt (Buch - Hörbuch, Zeitung - E-Paper, Digitale Litfaßsäulen u.a.m.) Moderne Medien integrieren über technische Funktionalitäten zunehmend Lebensfunktionalitäten (Ticket per Handy, Virtuelles Reisen, Medial gestützte Gesundheitsvorsorge zu Hause u.a.m.) Design und Informationstechnologien (IT) sind heute nicht mehr getrennt denkbar, weder technisch, noch inhaltlich, weder praxisbezogen, noch wirtschaftlich.
Die Ausbildung der Fakultät Design der Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften in Nürnberg trägt dieser Entwicklung verstärkt Rechnung. In der Schwerpunktrichtung Interaktionsdesign des neuen Bachelor-Studiengangs werden Grundlagen, Methoden, Techniken und Anwendungen der Kommunikation mit Neuen Medien vermittelt und zu hoher Konzeptions- und Ausführungskompetenz entwickelt. Interaktionsdesign bezieht sich auf alle möglichen (und unmöglichen) kommunikativen Wechselspiele unter Menschen, zu denen (Informations-) Technik gebraucht wird - von der Handy-SMS über das Internet, dem Leben in virtuellen Welten bis zur Führung von Maschinen oder Fahrzeugen an Land, im Wasser oder in der Luft.
Gutes Interaktionsdesign macht Kommunikation mit und Benutzung von technischen Artefakten menschangemessen und eröffnet uns neue, erweiterte oder alternative Wahrnehmungs-, Erfahrungs- und Sinnhorizonte. Interaktionsdesign stellt einen gewichtigen Faktor heutiger wie künftiger Alltagskultur dar.
Das inhaltliche Spektrum umfaßt vier Ausrichtungen:
- Mensch-Technik-Kommunikation (Von Gebrauchs- bis Investitionsgütern)
- Information, Unterhaltung und Spiele
- E-Learning / E-Commerce
- Internetapplikationsentwicklung
Prof. Holger H. Ebert
Fachbereich Design








