Willkommen an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Georg-Simon-Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Nürnberg
Fakultät Allgemeinwissenschaften
Fourierzerlegung eines 'Sägezahn'-Signals (berechnet mit Computeralgebra-System Maple)
Fourierzerlegung eines 'Sägezahn'-Signals (berechnet mit Computeralgebra-System Maple)

Mathematik in technischen und wirtschaftlichen Studiengängen

Georg Simon Ohm wirkte von 1833-1849 als Mathematiker und Physiker an der Vorläufer-Institution der heutigen Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg, die ihn seit 1983 als ihren Namenspatron erhalten hat.
Anlässlich des 150.Todestages von Ohm wurde das Lebenswerk und insbesondere sein Wirken in Nürnberg in einem Gedenkkolloquium am 6.Juli 2004 im Rahmen des Mathematisch-Physikalischen Kolloquiums der Fakultät AW gewürdigt.
Das Arbeitsgebiet von Ohm während seiner Nürnberger Zeit war im wesentlichen die Akustik, mathematisch begründet durch die damals entstehenden Methoden der Fourieranalysis (siehe Abbildung).

Schon wegen ihres Namenspatrons hat die Hochschule auf ein starkes mathematisches Profil zu achten. Diese Aufgabe ergibt sich verstärkt in einer Zeit, in der technisch-naturwissenschaftliche, aber auch wirtschaftlich-ökonomische Innovationen aus stets zunehmender Mathematisierung der Anwendungsgebiete erwachsen.

Die besondere Rolle der Mathematik für Naturwissenschaft, Technik und Wirtschaft hat durch die rasante Entwicklung der Computer-Hardware in den letzten Jahrzehnten neue Impulse erhalten. Basierend auf mathematischen Methoden können mit Hilfe immer leistungsfährigerer Computer bisher nicht zugängliche Informationen aus riesigen Datenmengen gewonnen werden. Reale technische und ökonomische Prozesse werden in mathematische Modelle abgebildet und auf Rechnern simuliert. Dadurch kann der Umfang (teurer) Experimente vermindert und ergänzt werden. Darüberhinaus ist es nun vielfach möglich, Phänomene zu simulieren, die durch Experimente kaum zu studieren sind.
Es reicht aber nicht aus, Computer mit ständig wachsender Leistungsfähigkeit zu bauen und einzusetzen. Der Entwicklung schneller und stabiler mathematischer Algorithmen und der sich daraus ergebende Fortschritt in der Softwareentwicklung kommt eine zumindest gleichwertige Bedeutung zu.
Das Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaft bzw. Ökonomie, Informatik, Physik und Mathematik zur numerischen Simulation (Wissenschaftliches Rechnen) und Lösung von Prozessen aus Technik und Wirtschaft verdeutlich folgende Übersicht.

Das Zusammenspiel von Ingenieurwissenschaft bzw. Ökonomie, Informatik, Physik und Mathematik zur numerischen Simulation (Wissenschaftliches Rechnen) und Lösung von Prozessen aus Technik und Wirtschaft verdeutlich dise Übersicht.

Die auf theoretischen Erkenntnissen verschiedener mathematischer Teilgebiete beruhende numerische Simulation stellt nunmehr und auch zukünftig eine Schlüsseltechnologie in Technik und Wirtschaft dar, die von Ingenieuren, Ökonomen, Informatikern, Physikern und Mathematikern gemeinsam und verstärkt genutzt werden sollte.

Die mathematische Ausbildung sollte daher ein besonderes Gewicht für angehende Ingenieure und Ökonomen besitzen. Sie muß tragfähig sein für kommende Entwicklungen und darf sich nicht nur am kurzfristigen Bedarf ausrichten. Die Bedeutung fundierter mathematischer Kenntnisse ist weltweit anerkannt und wird bestätigt durch industrielle Verbände wie VDI, ZVEI und VDMA, die einen 30-prozentigen Anteil mathematisch- naturwissenschaftlicher Grundlagenausbildung, gemessen am Gesamtumfang eines zukunftsorientierten Ingenieurstudiums, empfehlen. Auch aus Gründen einer internationalen Vergleichbarkeit der Studiengänge und Abschlüsse ist auf eine entsprechend solide, in der Lehre von ausgewiesenen Mathematikern vermittelte wissenschaftliche Grundlagenausbildung zu achten.

Das Gewicht der Mathematik wird unterstrichen durch die Vertretung des Faches in einer eigenständigen Fakultät. Der Fakultät Allgemeinwissenschaften - in Bayern gesetzlich für Fachhochschulen verankert - mit den in ihr zusammengefassten Abteilungen für Mathematik und Physik sowie Allgemein-, Gesellschaftswwissenschaften (Gender, Nachhaltigkeit, Technik-Journalismus usw.) und Sprachwissenschaften hat damit maßgeblichen Anteil an einer tragfähigen Ausbildung aller an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule vertretenen Fachrichtungen. Aus der Fakultät Allgemeinwissenschaften ist in den Jahren seit 1985 auch der Studiengang Informatik erwachsen, der heute - in seiner Substanz und Qualität geprägt durch hohe Anteile an Mathematik - als eigenständige Fakultät Informatik zu den am stärksten wachsenden Bereichen der Hochschule zählt.

Derzeit beträgt der Anteil der mathematischen Pflichtfächer in der Informatik etwa 20%, in den anderen Fachrichtungen gemessen am Gesamtstudium jedoch nur ca. 10-13%.

Aus diesem relativ geringen Pflichtanteil - verglichen mit den o.g. Empfehlungen etwa von VDI, ZVEI und VDMA - ergibt sich für Studierende ein hohes Maß an Eigenverantwortung, im Studium auch zukünftigen Ansprüchen standhaltende mathematische Kenntnisse zu erarbeiten. Die Mathematiker der Fakultät Allgemeinwissenschaften bieten hierfür ein breites Spektrum mathematischer Veranstaltungen an.

In den Pflichtveranstaltungen des Grundstudiums werden spezialisiert auf die verschiedenen Studienrichtungen und das vorgegebene Zeitbudget Gebiete wie Komplexen Zahlen und Funktionen, Differential- und Integralrechnung für reelle Funktionen einer und mehrerer Veränderlicher, Lineare Algebra, Gewöhnliche Differentialgleichungen, Vektoranalysis, Fourier- und Laplace-Transformationen sowie der Einsatz und die Anwendung von Computeralgebra- und Numerik-Systemen als wichtige Hilfsmittel der modernen Mathematik für Ingenieure und Ökonomen behandelt.

Weitere Angebote in Form von Vorlesungen und Seminaren (siehe Wahlpflicht- oder Wahlfach-Veranstaltungen) sind u.a.:

Alle Studierenden der verschiedenen Ausbildungsrichtungen der FH sind eingeladen, diese Angebote in Wahlpflicht- oder Wahlfach-Veranstaltungenwahrzunehmen und so die notwendige mathematische Kompetenz als eine der tragfähigsten Schlüsselqualifikationen für zukünftige Ingenieure zu erwerben.

Weitere Quellen und Informationen:

  • Ingenieurausbildung im Umbruch, Empfehlung des VDI für eine zukunftsorientierte Ingenieurqualifikation Düsseldorf, 1995, Verein Deutscher Ingenieure
  • Internationalisierung der Ingenieurausbildung - Die neue Herausforderung für Hochschulen in Deutschland, Empfehlungen von VDMA und ZVEI, Frankfurt am Main, 1997. Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) e.V. und Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA)

 

 

Copyright © Fakultät AW

 

Neuer Bachelor-Studiengang startet voraussichtlich zum Wintersemester 2012/2013

Studienbeginn auch im SS 2012

Start in ein erfolgreiches Studium

Schwerpunkte in Maschinen-bau,Elektrotechnik oder Naturwissenschaft/Technik