- Ökonomie und Ökologie gehören zusammen
- Umweltrisiken sind Unternehmensrisiken
- Orientierung an dem Leitbild einer nachhaltigen Wirtschaftsweise
- Umweltschutz als Chance für Unternehmen
- Aufzeigen von Alternativen zur traditionellen Ökonomie
Hochschulen tragen Verantwortung für eine zukunftsorientierte Lebens- und
Wirtschaftsweise. Mit begrenzt vorhandenen Ressourcen sparsam umgehen, die
Belastbarkeit des Ökosystems Erde berücksichtigen und nicht auf Kosten zukünftiger
Generationen wirtschaften sind wesentliche Inhalte einer nachhaltigen Entwicklung.
In Lehre und Forschung leisten Hochschulen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, indem sie Verständnis für die ökonomischen, sozialen und ökologischen Zusammenhänge in globaler und regionaler Perspektive schaffen. Wie in der Agenda 21 der Rio-Konferenz von 1992 formuliert, haben Hochschulen die Aufgabe, im wissenschaftlichen Diskurs Ansätze für einen innovativen Prozess einer zukunftsfähigen Entwicklung den Studierenden aufzuzeigen.
Die Fakultät Betriebswirtschaft der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg bietet bereits seit Anfang der 80er Jahre ökologische Inhalte im betriebswirtschaftlichen
Fächerkanon des Grund- und Hauptstudiums an. Und mit dem 1992 eingerichteten
Studienschwerpunkt "Umweltorientierte Unternehmensführung" mit der Reform der
Studien- und Prüfungsordnung erfolgte die heutige Bezeichnung: Umweltmanagement - konnte eine Vertiefung im Hauptstudium angeboten werden, die damals eine Pionierleistung darstellte.
Mit unserem Lehrangebot bieten wir den Studierenden eine in Wirtschaft und Gesellschaft geforderte Qualifikation für fachlich fundiertes, sozial kompetentes und ethisch verantwortungsbewusstes Handeln. In Zusammenarbeit mit Unternehmen, Verbänden, Behörden und Medien entwickeln wir Konzepte für ein zukunftsweisendes, nachhaltiges Management.
Zahlreiche Kooperationen in Form von Praktika, Studien- und Diplomarbeiten, Exkursionen, Workshops und Vorträgen werden mit Unternehmen aus Industrie, Handel und Handwerk, mit staatlichen Stellen und Verbänden im Sinne der anwendungsbezogenen Forschung und Lehre durchgeführt.
Unsere Absolventen sind heute nicht nur in Umweltabteilungen von Unternehmen, in der Umweltberatung und bei Umweltverbänden tätig, sondern arbeiten als Betriebswirtin / Betriebswirte in "klassischen" Unternehmensfunktionen, z.B. Einkauf, Rechnungswesen, Material- und Fertigungswirtschaft, Logistik, Marketing.
Wir verstehen unser Angebot in Lehre und Forschung als integralen Bestandteil der
Betriebswirtschaftslehre: ohne soziale und ökologische Verantwortung gibt es keine
langfristig tragfähige Perspektive der Ökonomie!
Historie
Die Fakultät Betriebswirtschaft der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg hat als einer der ersten an deutschen Hochschulen ökologische Fragestellungen in sein Lehrangebot aufgenommen. Bereits 1982 wurden Umweltaspekte in die Allgemeine Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre integriert. 1983 wurde das Allgemeinwissenschaftliche Wahlpflichtfach Umweltökonomie eingeführt. Seit Wintersemester 1989/1990 werden ökologische Lehrinhalte im Rahmen der Pflichtvorlesungen des Grundstudiums in der Betriebswirtschaftslehre und der Volkswirtschaftslehre obligatorisch für alle Studenten angeboten. Seit dem Sommersemester 1992 können die Studierenden im Hauptstudium den Schwerpunkt Umweltmanagement wählen - neben den weiteren neun Studienschwerpunkten, der zur Wahl stehen. Seit dem Sommersemester 1999 werden Environmental Management in Business und Environmental Economy im Studiengang International Business (IB) angeboten. Einige weitere Wahlpflichtfächer im Grundstudium (Energiemanagement) und Hauptstudium (Zukünftige Energieversorgung - eine interdisziplinäre Lehrveranstaltung der Fachbereiche Architektur, Energie-, Feinwerk- und Informationstechnik sowie Betriebswirtschaft) runden das Fächerangebot im Schwerpunkt Umweltmanagement ab.
Im Masterstudium ist das Lehrgebiet Umwelt-/Nachhaltigkeitsmanagement seit dem Sommersemester 2008 sowohl im Pflichtprogramm mit dem Fach "Sustainable Development" als auch im Wahlpflichtbereich des Masterschwerpunkts Supply Chain und Information Management mit den Fächern: Stoffstrommanagement (Fach-Nr. 5.4.2.19) und Integrierte Produktpolitik im Unternehmen (Fach-Nr. 5.4.2.20) vertreten.






