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Georg-Simon-Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Nürnberg
Fakultät Informatik

Das Studium der Medieninformatik an der Fakultät Informatik

Welche Studiengänge gibt es an der Fakultät Informatik?

Die Fakultät Informatik bietet seit vielen Jahren Studiengänge in Informatik und Wirtschaftsinformatik an. Ab dem Wintersemester 2009/2010 wird es einen neuen Bachelor-Studiengang Medieninformatik geben. Absolventen aller drei Bachelor-Studiengänge können bei Eignung in den Masterstudiengängen Informatik oder Wirtschaftsinformatik weiter studieren.

 

Was ist das Besondere am Studiengang Medieninformatik?

Wie der Titel Medieninformatik schon andeutet, handelt es sich um einen vollwertigen Studiengang der angewandten Informatik. Dabei werden die grundlegenden Inhalte der theoretischen Informatik und das "volle Programm" der praktischen Informatik um eine besondere Spezialisierung in 3 Medienbereichen ergänzt.

 

 

• Mensch-Computer-Interaktion: Das ist der größte neue Bereich. Die "Benutzeroberfläche" von Software wird in den nächsten Jahren immer besser an die Fähigkeiten des Menschen angepasst, statt an technische Belange. Dazu braucht man Wissen über Software-Ergonomie, das heißt über verständliche und gut bedienbare Software, und über die visuelle Gestaltung von Software. In diesem Bereich arbeiten wir eng mit unserer renommierten Fakultät Design zusammen, die entsprechende Lehrveranstaltungen für die Studierenden der Medieninformatik anbieten wird. Nicht zuletzt soll ein Medieninformatiker oder eine Medieninformatikerin eine solche Software auch entwickeln, also auch programmieren, können. Deshalb gibt es auch dazu spezielle Lehrveranstaltungen.

• Mediensynthese: Hier geht es vor allem um das Herstellen von visuell-graphischen und akustischen Darstellungen mit dem Computer. Die Computergraphik braucht man beispielsweise für Computerspiele, für Entwurfs-Software in der Konstruktion oder Produktgestaltung, oder für die Visualisierung von medizinischen Daten.

• Medienanalyse: Der Computer wird in die Lage versetzt, Bilder und Töne zu verarbeiten, zu zerlegen, oder darin nach bekannten Mustern zu suchen. Beispielsweise dient die industrielle Bildverarbeitung zur Erkennung von fehlerhaft produzierten Teilen. Mit Schnittsoftware kann man am PC Videoaufnahmen schneiden und konvertieren. Auch ein Tonstudio arbeitet heute digital.

In höheren Semestern gibt es eine große Projektarbeit, bei der Studierende im Team eines dieser Themen vertieft behandeln. Diese Projektarbeit soll interdisziplinär angelegt sein, so dass man mit Studierenden anderer Fachrichtungen, beispielsweise Designer/innen zusammenarbeitet. Außerdem gibt es viele Wahlpflichtfächer, die spezielle Themen aus der Medieninformatik behandeln. Das können die Spieleprogrammierung, die Audioverarbeitung, die Entwicklung von E-Learning-Anwendungen für den computergestützten Unterricht, oder das Design von Web-Shops sein.

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Ende zuerst: Das Studium schließt mit dem Titel B.Sc. (Bachelor of Science) ab. Davor liegen 7 Studiensemester.

 


Das 5. Semester ist ein praktisches Studiensemester, bei dem man in einer Firma oder einer Behörde an einem Projekt mitarbeitet. Das Praktikum wird mit einem Seminar an der Hochschule begleitet, bei dem die Studierenden ihre Erfahrungen austauschen. Das 7. Semester wird überwiegend für die Bachelorarbeit freigehalten, die als eigenes Werk am Ende des Studiums steht. Alle anderen Semester, also das 1. bis 4. und 6., sind mit einem Mix aus Vorlesungen, praktischen Übungen, Seminaren mit Vorträgen, und anderen Lehrveranstaltungen gefüllt.

Übrigens sind unsere 3 Studiengänge Informatik, Wirtschaftsinformatik und Medieninformatik diesbezüglich gleich aufgebaut.

Welche Lehrveranstaltungen hat man genau?

Ein großer Teil der Lehrveranstaltungen gehört zum Pflichtprogramm. Dieses ist im Studienplan genau festgelegt. Eine Beschreibung der einzelnen Lehrveranstaltungen des Pflichtprogramms steht im Modulhandbuch.

Ergänzend zum Pflichtprogramm können im 6. und 7. Semester (fachbezogene) Wahlpflichtfächer belegt werden. Diese erlauben eine Spezialisierung und Vertiefung innerhalb der Medieninformatik. Im Gegensatz zum Pflichtprogramm wird das Angebot an (fachbezogenen) Wahlpflichtfächern für jedes Studienjahr neu aufgestellt. Da der Studiengang Medieninformatik im Wintersemester 2009/2010 erst anläuft, gibt’s dieses Angebot vorerst noch nicht.

Es ist vorgesehen, dass Studierende der Medieninformatik stets auch fachbezogene Wahlpflichtfächer der Informatik oder Wirtschaftsinformatik besuchen können. Deshalb lohnt sich auch ein Blick auf die dort angebotenen Wahlpflichtfächer.

Was ist schwieriger, Informatik oder Medieninformatik?

Das gibt sich wenig. Das Profil ist unterschiedlich. Während der Studiengang Informatik deutlich mehr Inhalte aus den betriebswirtschaftlichen Grundlagen, der theoretischen und der technischen Informatik enthält, umfasst die Medieninformatik die oben genannten Schwerpunkte. Beiden Studiengängen gemeinsam sind aber viele Lehrveranstaltungen der praktischen Informatik, beispielsweise das Programmieren.

Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Es gibt formale und persönliche Voraussetzungen.

Für den Studiengang gibt es einen Numerus Clausus. Die Grenznote wird jährlich abhängig von der Bewerberlage festgelegt. Sie müssen sich also mit ihrem Zeugnis der Fachhochschulreife oder allgemeinen Hochschulreife beim Studienbüro bewerben, und erhalten ggf. eine Zulassung.

Für ein erfolgreiches Studium sollten sie vor allem Interesse an diesem Studiengang und den fachlichen Inhalten mitbringen. Darüber hinaus gibt es persönliche Voraussetzungen für Hochschulstudiengänge, die sie beispielsweise hier finden. Gute Indikatoren für den Studienerfolg in Informatik-Studiengängen sind erfahrungsgemäß vor allem die Noten in Mathematik, aber auch in Deutsch und Englisch. Mathematik ist wichtig, weil auch das Entwickeln von Software die Fähigkeit zum abstrakten und genauen Denken erfordert. Deutsch und Englisch sind wichtig, weil Medieninformatiker/innen meistens in Teams arbeiten, und schriftlich und mündlich kommunizieren müssen, oft auch in englischer Sprache. Damit ist auch klar, dass Sie aufgeschlossen und kommunikationsfreudig sein sollten. Künstlerische und gestalterische Neigungen und Fähigkeiten sind für die Design-orientierten Fächer sicher ein Plus, aber keine Voraussetzung für das Studium.

Wann kann ich mich anmelden?

Ein Studienbeginn im 1. Fachsemester ist nur zum Wintersemester möglich. Ab Mitte April werden für die Anmeldung die Anträge online zur Verfügung gestellt.  

Anmeldetermin: 02.05. bis 15.06. jeden Jahres

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Mit fachlichen Fragen können sie sich gerne an den Studienberater für Medieninformatik, Prof. Dr. Christian Schiedermeier wenden. Die zentrale Studienberatung berät sie zu allen Fragen der Qualifikation und Alternativen zu den Informatik-Studiengängen. Das Studienbüro schließlich ist ihre Anlaufstelle für die Bewerbung um einen Studienplatz, und wird sie während ihres Studiums begleiten.

Weitere schriftliche Informationen gibt es auch, nämlich eine Beschreibung des Profils, der Zielsetzungen und der Berufsfelder für den Studiengang Medieninformatik. Wenn ihnen das zu lang ist, gibt es auch eine Kurzfassung.

Eine regelmäßige Gelegenheit zur Information und für Fragen sind die Studieninformationstage der Hochschule, die jährlich Ende September stattfinden.

Einen Lageplan mit Hinweisen zur Anfahrt finden sie hier.

Kontakt und Beratung

Bachelorabschluss Medieninformatik
Prof. Dr. Christian Schiedermeier
Raum: Q317
Telefon: 0911-5880-1179
christian.schiedermeier@ohm-hochschule.de

zum SoSe 2010 am Montag - 15. März 2010

Die Stundenpläne sind online.

Bilder der Absolventenfeier 2009