Willkommen an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Georg-Simon-Ohm-Hochschule für angewandte Wissenschaften - Fachhochschule Nürnberg
Fakultät Informatik

Softwareentwickler für Bildverarbeitung in der Medizintechnik

Hintergrund:

Röntgenbilder werden mittlerweile häufig digital aufgenommen und mit Computersystemen verarbeitet. Andere medizinische Verfahren wie die Röntgen-Computertomographie, die Magnetresonanztomographie oder Ultraschallgeräte arbeiten prinzipiell mit computerbasierten Verfahren zur Steuerung der Geräte, und zur Aufnahme, Speicherung und Darstellung der medizinischen Bilder.
Die dazu verwendeten Softwaresysteme sind komplex, und ihre Entwicklung ist entsprechend aufwändig. Der Markt für medizinische Systeme wird sich auch in Zukunft weiter entwickeln, und neue Verfahren werden noch bessere und dennoch bezahlbare Untersuchungsmethoden erschließen.

Tätigkeit:

In den meisten Komponenten der Software für bildgebende Systeme werden medizinische Bilddaten in verschiedenen Verarbeitungsstufen geladen oder gespeichert, transformiert, dargestellt oder über Rechnernetzwerke empfangen oder versendet. Dies erfordert ein tiefes Verständnis der Inhalte dieser Bilddaten, der Aspekte ihrer Qualität, der Datenmengen und Datenraten. Beispielsweise erlaubt ein radiologischer Befundungsarbeitsplatz einem Arzt aufgenommene Bilder an Bildschirmen anzuzeigen, zu untersuchen und einen Bericht über die Untersuchungsergebnisse zu erstellen. Dabei muss die Darstellungsqualität einwandfrei sein, aber auch die Interpretation der Bilder muss sicher und effizient möglich sein.
Dazu werden beispielsweise Beschriftungen und Graphiken in das  Bild eingezeichnet, die den Namen des Patienten und die Lage der aufgenommenen Inhalte im menschlichen Körper anzeigen. Die weitere berufliche Entwicklung führt oft zur systematischen Definition der Anforderungen an Softwaresysteme, die Konzeption von Softwarearchitektur und –design, oder in das Projektmanagement.

Qualifikation:

Medieninformatiker/innen lernen im Studium alle wichtigen Aspekte digitaler Bilder kennen. Es werden häufige Verfahren zur Verarbeitung und Analyse von Bildern gelehrt, und Algorithmen zur Erzeugung von Text und Graphiken, die im medizinischen Umfeld zur Beschriftung von Bildern verwendet werden können. Fortgeschrittene Verfahren erlauben die dreidimensionale oder sogar stereoskopische Darstellung von Datenvolumen, oder die zeitbasierte Animation wie in einem Film.
Medieninformatiker/innen sind deshalb hervorragend qualifiziert für Tätigkeiten als Entwickler von Software für alle Stufen der Bildverarbeitung. Die gelernten Fertigkeiten zur Konzeption von menschengerechten graphischen Benutzerschnittstellen können diese Absolventen unmittelbar für die Gestaltung und Realisierung von Bediensystemen für medizinische Systeme einsetzen.
Die grundlegende Ausbildung in der praktischen Informatik gewährleistet dennoch, dass Medieninformatiker/innen genauso gut an den Softwarekomponenten mitarbeiten können, die nicht bildbasiert sind, beispielsweise der Verwaltung von Patientendaten in Datenbanken.

Die vorläufigen Prüfungspläne für das SoSe 2012 sind online

Business Intelligence: Klippen, Knaller, Kontroversen ... Dienstag, 22. Mai 2012, ab 14.00 Uhr; Q 413

Ihre Anregungen sind uns sehr wichtig!