Absolventen berichten
Oliver Koeth
Oliver Koeth, geboren 1971 in Langensendelbach, studierte von 1993 bis 1997 Informatik an der FH Nürnberg. Dabei war er Stipendiat der Bayerischen Hochbegabtenförderung und erhielt ein Absolventenstipendium der Freunde der FH Nürnberg. Er arbeitete danach in mehreren Software- und Beratungshäusern und ist aktuell Chefberaterin der Abteilung für Projektmanagement- und Technologieberatung im Business Segment CRM der Softlab GmbH, einem Unternehmen der BMW Group. Neben seiner Berufstätigkeit erwarb er einen MBA mit Schwerpunkt International Management Consulting an der Hochschule für Wirtschaft Ludwigshafen / University of Lincoln.
Worin bestehen Ihre Aufgaben als Chefberater für Projektmanagement- und Technologieberatung?
Ich versuche den Spagat zwischen Technik und Geschäft. Ich bin also einer der Softwareentwickler, die der Meinung sind, Powerpoint sei als CASE Tool völlig ausreichend. Konkret bin ich im Moment leitender Architekt bei einem Industriekunden für die Migration und Einführung eines komplexen web-basierten Systems, das die In-Service Support Phase eines militärischen Flugzeugtriebwerks unterstützt.
Nebenbei unterstütze ich Kollegen bei Akquisen und Angeboten, z.Z. zum Beispiel bei der Definition einer Systemumgebung einer komplexeren Siebel-CRM Installation, oder führe kleinere Beratungen rund um das Thema Software-Architektur durch; aktuell erarbeite ich zum Beispiel in einer Reihe von Workshops eine Architekturstrategie für die Evolution zweier Anwendungen bei einer Bank.
Haben Sie Anregungen für FH-Professoren, worauf sie bei der Ausbildung von Studierenden besonders achten sollten?
Programmieren! Es ist eine Schande, welchen Code diplomierte Informatiker teilweise abliefern. Neben allgemeinen Softskills (Teamarbeit, ... hier noch einmal Dank an Hrn. Dr. Eck) fällt mir spontan noch ein: Präsentieren und Argumentieren, sowohl mündlich als auch schriftlich, zum Beispiel für Besprechungen, Workshops oder Verhandlungen.
Wie schätzen Sie die Aufstiegschancen für Informatikabsolventen der Fachhochschule ein?
In der Wirtschaft: so wie für Absolventen anderer Hochschulen.
Was sollten Absolventen zusätzlich zum erworbenen Wissen noch mitbringen?
Für meine Umgebung gilt: Ein Interesse für Menschen, auch solche, mit denen man erst einmal nichts gemein hat. Daher auch einen guten Background zu Themen wie Wirtschaft oder Kultur. Ja selbst oder gerade Trivia wie Bundesliga, Autos, usw. helfen oftmals, das Eis beim Kunden zu brechen.
Welche Tipps können Sie FH-Absolventen für ihr Studium geben?
Nicht in der Masse mitschwimmen! Während des Studiums hat man auch Zeit für Dinge, die ggf. etwas abseits liegen. Mit zwei Kommilitonen war ich damals auf drei internationalen Programmierwettbewerben des ACM. Im Rückblick die schönsten Eindrücke des ganzen Studiums!
Und welche Tipps können Sie FH-Absolventen für ihre Berufslaufbahn geben?
Heiko Mell lesen. Seinen Tipps kann ich nichts mehr hinzu fügen ... auch wenn ich mich nicht immer daran halte ;-)





