Nanotechnologie in der Werkstofftechnik
In der Werkstofftechnik werden die unterschiedlichen Möglichkeiten der Nanotechnologie genutzt, um z.B. feinste Teilchen, funktionale Oberflächen und Schichten herzustellen und zu strukturieren. Dazu gehören z.B. neben dem Ruß im Autoreifen auch die feinsten SiO2-Teilchen (Aerosile®) in der Zahnpasta.
Extrem dünne funktionale Schichten auf Brillengläsern können z.B. optische Eigenschaften wie Farbe, Reflexion, Transparenz gezielt einstellen und mechanische Eigenschaften wie Festigkeit und Verschleiß verbessern.
Nanometerdicke Titanoberflächenschichten verbessern die Bioverträglichkeit von Kunststoffimplantaten. Neu in der Entwicklung sind spezielle Zirkonoxid-Qualitäten und Nanocomposites aus SiC/Si3N4 oder Al2O3/SiC, deren Vorteile u.a. niedrigere Herstelltemperaturen sind.
Das Wissen über Nanomaterialien und das Verständnis für ihr Verhalten wird erst durch neue Untersuchungsverfahren, wie z.B. hochauflösende Rasterelektronenmikroskopie (siehe Abbildungen) oder Röntgentotalreflexion, ermöglicht.