


Die Initiatoren des Institutes für Fahrzeugtechnik beabsichtigten, eine Einrichtung der angewandten Forschung und Entwicklung für das Kompetenzfeld Verkehr und Logistik der Region Nürnberg zu schaffen. Im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung war und ist erklärtes Ziel, Fragestellungen der Fahrzeugtechnik zu bearbeiten. Im Rahmen des Regionalkonzeptes der High Tech Offensive des Freistaates Bayern konnte über eine Anschubfinanzierung der Grundstein für das Institut gelegt werden. Seit September 2000 arbeitet das Institut als Einrichtung der Hochschule.
Ein wesentliches Ziel des Regionalkonzeptes war es, nachhaltige Projekte zu generieren, also Vorhaben zu fördern, die nach Ablauf des Förderzeitraums erfolgreich ohne staatliche Unterstützung weiterarbeiten. Um diesem Ziel gerecht zu werden, hat die Institutsleitung von Anbeginn an Akquisition im regionalen, industriellen Umfeld betrieben, um insbesondere dem Ziel Partner im Wissens- und Technologietransfer zu sein, durch gemeinsame Projekte gerecht zu werden.
Daneben soll mit einem Institut naturgemäß auch die Lehre dahingehend gestützt werden, dass durch aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten die Wissensbasis der Lehrenden verbreitert und aktuell gehalten wird. Zu diesem Zweck dienen letztlich auch Tagungsveranstaltungen wie etwa der gemeinsam mit dem CNA (Center for Transportation & Logistik Neuer Adler e.V.) durchgeführte Workshops HDPS - Heavy Duty Power Systems, der alljährlich im März an der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule stattfindet.
Das Institut für Fahrzeugtechnik hat sich zur Aufgabe gestellt
Dem Institut gehören die Professoren Dr. Tretow, Dr. Theis und Dr. Weclas an. Ihre in langjährige Industrietätigkeit gesammelten Erfahrungen und ihr wissenschaftlicher Hintergrund bilden die Kernkompetenzen des IFZN. Dies sind im einzelnen:
Vor dem Hintergrund dieser Kernkompetenzen haben sich die wesentlichen Arbeitsgebiete des Institutes herausgebildet: Schwerpunkte sowohl in der grundsätzlichen Ausrichtung als auch in der praktischen Arbeit waren und sind die Bauteilanalyse und -optimierung und die Systemanalyse und -optimierung, daneben der Schwerpunkt Prüfstandsentwicklung zur Unterstützung insbesondere der Bauteilanalyse. Im Bereich der Systemanalyse ist ein wesentlicher Schwerpunkt die Antriebstechnik der Fahrzeuge.
Systemanalyse und -optimierung bedient sich vor allem der Methode der Simulation in ihren verschiedenen Ausprägungen. Bauteilanalyse und -optimierung ist vorzugsweise experimenteller Natur und wird häufig unterstützt durch berechnende Methoden. Die Beschäftigung mit (Fahrzeug-)Systemen findet damit überwiegend auf Rechnern statt, während der Umgang mit Bauteilen überwiegend im Labor stattfindet. Es ist unser Ziel, beide Richtungen in etwa gleichmäßig in entsprechenden Projekten zu bearbeiten.